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Letzte Änderung: 02.Feb.2004

Segelflug in Fürstenfeld

Es war anstrengend, damals in den 30er Jahren zu fliegen. Statt eines Schleppflugzeuges gab es ein Ochsengespann, das den Schulgleiter auf den nächsten Hügel zog. Und statt einer Seilwinde gab es Starts mit Muskelkraft!

Grunau Baby ©LOGF 2002 Vorneweg liefen die Fliegerkameraden und zogen aus Leibeskräften an einem langen Gummiseil. An dessen anderem Ende war der Schulgleiter eingeklinkt. Immer schneller rutschte er auf seiner Kufe über die Wiese, schließlich hob er ab und schwebte 20, 30 Sekunden ins Tal. Oft war die Landung hart, und in langwieriger Handarbeit mußte das Flugzeug wieder repariert werden...

Die ersten Anfänge des Segelfliegens rund um Fürstenfeld gab es schon in der Zwischenkriegszeit. Nach dem Krieg war das Fliegen durch die Alliierten verboten. In den 50er Jahren gründete sich der Fliegerclub neu. Zuerst wurde am Rittscheinberg zwischen Fürstenfeld und Fehring geflogen.

Nach dem Erwerb einer Seilwinde gehörte der schweißtreibende Gummiseilstart endlich der Vergangenheit an. Richtig modern wurde es aber erst 1964, als die erste Schleppmaschine angeschafft wurde. Die Leistungsgrenzen der Flugzeuge haben sich mittlerweile immer weiter verschoben. Heute schafft ein ambitionierter Hobbypilot stundenlange Thermikflüge über hunderte von Kilometern. Davon konnten die Piloten des alten Schulgleiters am Gummiseil nur träumen...

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